Francesco Maglia, ein Schirmherr aus Italien
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Herr von Welt

Francesco Maglia, ein Schirmherr aus Italien

by Andreas Thenhaus

Francesco Maglia, ein Schirmherr aus Italien

Objekt der Begierde: der Maglia-Regenschirm

Vor wenigen Jahrzehnten gab es allein in Italien um die 150 Schirm­herstel­ler; auch in Eng­land und Deutsch­land war das alte Hand­werk noch präsent. Jetzt nicht mehr. So ziem­lich alle weg. Und nicht der Klimawandel ist Schuld daran.

Regenschirm von Francesco Maglia

Herbstlicher Begleiter für Herren - und natürlich auch unverzichtbares Accessoire für Damen: der Taschenschirm, auch Teleskop-Schirm genannt

Bil­lige Importe aus Fern­ost führten irgendwann zu einem Um­den­ken und so ein Schirm wurde plötzlich als Weg­werf­objekt be­trachtet. Aber Hand aufs Herz: Würden Sie Ihren Savile Row-Anzug oder die rahmen­genähten Maßschuhe nach Ge­brauch ein­fach irgend­wo da draußen liegen las­sen und kampf­los aufgeben?

Besonders hochwertig: handgefertigte Regenschirme von Francesco Maglia

Ein Herbsttag im Schlosspark Charlottenburg - und Taschenschirme von Francesco Maglia als Farbtupfer.

Ein Re­gen­schirm ist ein Acces­soire, ein veri­tables Ob­jekt der Be­gierde, so wie der Hut, die Arm­band­uhr oder Taschen­uhr, der feine Herren­schal und die Ho­sen­träger aus der Ma­nu­faktur. Das wird je­dem spätestens wenn er Francesco Maglia be­gegnet so­fort klar. Und, aber das nur ganz ne­ben­bei, es war nicht Gene Kelly in "Singin' in the rain", der den mei­sten Spaß an sei­nem Re­gen­schirm hatte, son­dern das ist Francesco Maglia. Wer einen solchen handgefertigten Re­gen­schirm in Händen hält, der weiß auch so­fort warum.

Unverzichtbarer Begleiter: der Regenschirm

Die Gar­de­robe eines Man­nes ist ohne Re­gen­schirm un­vollständig. Und außerdem wird man nass. Pflege-Tipp: Trock­nen Sie Ihren Schirm nicht auf­gespannt, son­dern locker hängend. Er dankt es Ihnen ein Le­ben lang und wird Sie tapfer be­schirmen. Die was­ser­dich­ten Stoffe für unsere Regenschirm-Kollektion lässt Francesco Maglia eigens in Italien nach den ei­genen hohen Qualitäts­standards gestalten, färben und we­ben.

Gestreifte Stoffe zur Herstellung von Regenschirmen der Manufaktur Francesco Maglia

Streifen, Streifen und nochmal Streifen: Neben dem schwarzen Regenschirm, der unsere Straßen bevölkert, ist noch viel Raum für Muster und Farbe. Finden wir.

Das Ma­terial, ein be­son­ders hoch­wertiger Poly­ester­-Twill, ist deut­lich fes­ter und auch dich­ter ge­webt, als die Be­zugs­stoffe der meisten han­delsüblichen Schir­me. Der Stoff wird in Hand­arbeit weiter­ver­ar­beitet: das geht vom Mar­kieren mit Schnei­der­kreide über das ge­konnt sorg­same Zu­schneiden bis zum ei­gent­lichen Ver­nähen der Ein­zel­teile.

Donnerwetter, tadellos! - Regenschirme von Maglia

Das Schirm­dach hat eine leicht gewölbte Form. Das sieht einer­seits sehr ele­gant aus und un­ter­scheidet den Re­gen­schirm von Pro­dukten billiger Mach­art (ca. 90 Pro­zent aller Schir­me kom­men heute aus China), doch es sorgt auch für Stabilität. Nicht nur im Ma­terial, son­dern auch in der Ver­ar­bei­tung liegt bei einem Re­gen­schirm von Maglia das schöne Detail.

Handarbeit aus Mailand - so wird ein Regenschirm von Francesco Maglia in Handarbeit hergestellt

Handarbeit aus der Manufaktur: Um die siebzig Arbeitsschritte sind erforderlich, um so einen Regenschirm herzustellen. Früher wie heute erfolgen diese im Mailänder Familienunternehmen.

Der satte Klang beim Öffnen eines sol­chen Maglia­schirms er­zeugt beim Be­sitzer ein tief em­pfun­denes Wohl­be­finden. Und wenn der Re­gen­schirm dann bei einer Wind­boe nicht um­schlägt, ent­lockt dies dem Herrn von Welt ein an­erken­nendes: "Don­ner­wetter!". Und wenn er doch umschlägt, handelt es sich um ein Wetterphänomen und Schuld ist der Klimawandel.

Schönheit und Tradition: Schirme aus Mailand

Die Leder­griffe von Francesco Maglia wer­den in Mai­land von Hand ge­fer­tigt und mit ei­ner wel­len­förmigen farblich kontrastierenden Mokas­sin­naht ver­sehen.

Ledergriffe für Regenschirme von Francesco Maglia

Farbenfroh: Die mit Kalbsleder bezogenen Schirmgriffe werden von Hand mit einer Mokkasinnaht versehen.

Um die sieb­zig Ar­beits­schritte sind nötig, um so einen Re­gen­schirm zusam­men­zu­setzen. Zur Ver­wendung kom­men spe­zielle, be­son­ders dicht ge­webte Schirm­stoffe und feines Le­der aus Italien, je nach Modell auch ver­schiedene Hölzer; dazu Eisen- und Mes­sing­teile sowie eine ganze Menge Ar­beit.

Text: Andreas Thenhaus

Fotos: Flory Gründig

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